Hans-Joachim Roedelius (Foto: Paul Thamer)

Hans-Joachim Roedelius

Ganz besonders freue ich mich über die Zusammenarbeit mit Hans-Joachim Roedelius, einem der wichtigsten Pioniere und Gründerväter populärer elektronischer Musik. Nach mehr als dreijähriger Arbeit hat er die Arbeiten an seiner Autobiografie beendet, in der er auf 81 Jahre eines mehr als bemerkenswerten Lebens zurück blickt. Im Dialog mit ihm habe ich das Buch gestaltet, bis hin zum fertigen Druck-PDF nach allen Erfordernissen der Druckvorstufe.

Auf 448 Seiten berichtet Hans-Joachim Roedelius unter anderem über seine Kindheit im Berlin der 30er-Jahre, erste Erfahrungen als Kinderstar in den ersten Spielfilmen der UFA, seine Gefangennahme und Haft durch die Stasi, die Gründung des ersten „Artlab“ in Berlin, des „Zodiak“, oder seine Freundschaft mit David Bowie und Brian Eno. Weiterhin schreibt Hans-Joachim Roedelius in seinem Buch viele lyrische Texte, Anekdoten, Texte über Freunde, Musiker mit denen er zusammen gearbeitet hat, besondere Begebenheiten, politische Statements, Beschwerden und Danksagungen, ergänzt durch eine ausführliche Diskographie.

Die musikalische Pionierarbeit seiner Formation „Kluster“ (mit Conrad Schnitzler), später umbenannt in „Cluster“ (mit Dieter Moebius) war so wegweisend, dass sie unter anderem quasi die Textur für Bowies Alben „Low“ und „Heroes“ geliefert hat, die zur selben Zeit mit Brian Eno entstanden sind, in der Roedelius, Eno und Moebius gemeinsam im Weserbergland Musik gemacht haben. Mit einer unglaublichen Kreativität hat Hans-Joachim Roedelius ein Gesamtwerk erschaffen, für das kolossal das einzig zutreffende Wort ist. Noch immer ist er enorm aktiv, mit Auftritten in der ganzen Welt – solo oder in verschiedenen Formationen mit anderen Musikern – neuen Aufnahmen oder beispielsweise seinem eigenen Musikfestival „More Ohr Less“, das einmal jährlich in Baden bei Wien (früher in Lunz) stattfindet.

http://www.bio.roedelius.com

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Joachim_Roedelius